Thermische Systeme

Ganzheitlich und schonend. Wir setzen Verfahren zur thermischen Behandlung von flüssigen Medien wie Milch oder Fruchtsaft produktschonend um.

Spezialisten für Rohrbündelwärmetauscher

Zur thermischen Behandlung von flüssigen Produkten setzen wir Rohrbündelwärmetauscher mit folgenden Leistungsbereichen ein:
Milch: 500 – 35.000 l/h
Rahm: 100 – 12.000 l/h
Fruchtsaft: 500 - 35.000 l/h
Max. Erhitzungstemperatur: 150 °C
Die Rohrbündelwärmetauscher ermöglichen das Kühlen und Erhitzen in der Milch- und Getränkeindustrie. Speziell nutzen wir sie auch zum Pasteurisieren sowie zur Herstellung von ESL- und UHT-Milch.

Die exzellente und konsequente Verarbeitung nach den EHEDG-Richtlinien garantiert Ihnen eine hohe Produkt- und Prozesssicherheit. Weitere Vorteile:

  • Lange Standzeiten,
  • geringe Produktverluste bei An- und Abfahren sowie
  • ein geringer Reinigungs- und Wartungsaufwand. 
Rohrbündelwärmetauscher

Zur Herstellung von ESL-Milch (ESL = extended shelf life) bieten wir vier verschiedene Verfahren an. Welche zum Einsatz kommt, hängt von den Anforderungen des Kunden ab:

1. Direkte Erhitzung mittels Dampfinjektion
Die pasteurisierte, homogenisierte und standardisierte Milch wird im Wärmetauscher erwärmt. Durch die direkte Dampfinjektion wird die Milch anschließend schlagartig auf 125 °C erhitzt. Dadurch sterben Keime sofort ab. Das der Milch zugeführte Wasser in Form von Kondensat lässt sich anschließend durch Vakuumverdampfung bei circa 60 °C wieder entziehen.
2. Direkte Erhitzung mittels Dampfinfusion
Auch bei diesem Verfahren wird die pasteurisierte, homogenisierte und standardisierte Milch zuerst im Wärmetauscher vorgewärmt. Die vorbehandelte Milch wird in einen Dampfraum gesprüht um sie auf 125 °C zu erhitzen. Die Keime sterben sofort ab. Das eingebrachte Wasser lässt sich der Milch anschließend durch Vakuumverdampfung bei ca. 60 °C wieder entziehen.
3. Indirekte Erhitzung mittels Rohrbündelwärmetauscher
Per Rohrbündelwärmetauscher wird die vorbehandelte Milch auf 125 °C erhitzt. Um die Keime zu reduzieren, wird sie auf Temperatur gehalten und dann wieder heruntergekühlt. Das Medium im Gegenstrom ist Wasser.

4. Mikrofiltration
Im Idealfall kann Rohmilch zur Herstellung von ESL-Milch verwendet werden. Die Ausgangsmilch muss separiert werden. Dadurch lässt sie sich vom Fett befreien, das sonst den Filtrationsvorgang stört.
Die Magermilch wird in Keramikmodulen gefiltert und dadurch zu 99,9 % keimfrei. Mit dem zuvor hocherhitzten Rahm wird sie in der Standardisierungsanlage im Online-Prozess auf den gewünschten Fettgehalt eingestellt.
Überschüssiges Milchfett lässt sich als Rohrahm direkt nach dem Separator abtrennen und einer eigenen Verwertung zuführen.

Sämtliche genannten Verfahren garantieren die Keimreduktion der pasteurisierten Milch um 99,9 %. Bei ununterbrochener Kühlung der ESL-Milch liegt die verlängerte Haltbarkeit im Kühlregal bei bis zu 30 Tagen.
Alle diese Methoden schonen das Produkt – es verliert weder an Geschmack noch an anderen milchspezifischen Eigenschaften.

UHT-Anlagen

Zur aseptischen Behandlung von flüssigen bis hochviskosen Produkten bietet ELIQUO PROTEC drei unterschiedliche UHT-Systeme an:

  • Indirektes UHT-System mittels Rohrbündelwärmetauscher
  • Direktes UHT-System mittels Dampfinjektion 
  • Direktes UHT-System mittels Dampfinfusion

Diese Verfahren ermöglichen die aseptische Behandlung von flüssigen bis hochviskosen Produkten in einer UHT-Anlage. So ist es möglich, mit einem Anlagensystem voll flexibel die komplette Produktpalette von UHT-Milch bis zu hochviskosen Puddingprodukten abzudecken.

Welches System im konkreten Fall das richtige ist, hängt von den Kriterien Produktqualität, Produktionssicherheit und Wirtschaftlichkeit ab:

Produktqualität
Eine gleichbleibend gute Produktqualität lässt sich durch die produktorientierte Wahl des UHT-Systems erreichen – unterstützt durch das richtige Design sowie die korrekte Einstellung der produkttechnologischen Parameter wie Temperatur, Heißhaltung und Homogenisierungstechnologie.

Produktionssicherheit
Wir konzipieren und fertigen sämtliche UHT-Anlagen gemäß den EHEDG-Richtlinien. Die geeignete Parametereinstellung (Temperatur und Zeit) sowie die Sterilisation der UHT-Anlage vor Produktionsbeginn gewährleisten die sichere bakteriologische Abtötung.

Wirtschaftlichkeit
Die Wirtschaftlichkeit definiert sich bei UHT-Anlagen durch eine hohe Wärmerückgewinnung, geringe Produktverluste und Energieverbräuche sowie lange Standzeiten und einen geringen Reinigungs-Wartungsaufwand. Wir optimieren kontinuierlich die Wirtschaftlichkeit der Anlagen und achten auf den ökologischen Betrieb.

Unsere Kompetenz bei thermischen Verfahren und Systemen

Indirekte Rohrbündelsysteme als

  • Ultrahocherhitzungsverfahren
  • Pasteurisierungsverfahren
  • Anwärmverfahren
  • Kühlverfahren

Direkterhitzungssysteme

  • mittels Dampfinfusion
  • mittels Dampfinjektion

Referenz

UHT-Anlage

10.000 l/h

Eigenschaften

  • Flexible Leistung von 7.000 - 10.000 l/h
  • Kombinierte direkte oder indirekte Erhitzungsanlage
  • Hohe Wärmerückgewinnung von bis zu 88 %
  • Standzeit > 12 h
  • Direkte Erhitzung mittels Dampfinjektion zur Herstellung von ESL-Milch
  • Indirekte Erhitzung zur Herstellung von Milchmischgetränken wie Schoko-, Vanille-, Erdbeermilch oder auch für Fruchtsäfte
  • Röhrenheißhalter koppelbar 0 - 30 min

Besonderheiten

  • Spezielle Produktionskombination zur Herstellung von Kondensmilch
  • Spezielle Ventilverschaltung für minimale Produktverluste beim An- und Abfahren
  • Der Homogenisator kann über Koppelpanel sowohl septisch als auch aseptisch betrieben werden